Lebenslauf verfassen

So schreiben Sie den perfekten Lebenslauf

Bewerbungstipps

Der Lebenslauf ist, neben dem Anschreiben, der wichtigste Faktor dafür zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Der nachfolgende Text gibt Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Curriculum Vitae (abgekürzt „CV“) ohne Formfehler schreiben und wie ein aussagekräftiger Lebenslauf die Chancen auf den Traumjob erhöht!

Der richtige Aufbau des Lebenslaufs

Es kommt nicht nur auf den Inhalt des Lebenslaufs an, sondern ebenso auf den Aufbau. Bevor Sie sich also Gedanken darüber machen, welche beruflichen Lebensabschnitte in Ihr CV gehören, beschäftigen Sie sich zunächst mit dem formalen Aufbau, denn schon hier passieren häufig Fehler.

Der tabellarische Lebenslauf ist mittlerweile Standard. Links am Seitenrand befinden sich die jeweiligen Datumsangaben, rechts daneben die Erklärung. Ordnen Sie Ihre CV gegen chronologisch, also im amerikanischen Stil, an. Denn für Personaler ist es wichtig direkt zu erkennen, welche beruflichen Schritte in jüngster Zeit vom Bewerber getätigt wurden. Das Design des CVs sollte schlicht gehalten sein, übertriebene Designs lenken nur vom wesentlichen ab. Im Vordergrund stehen immer die aufgelisteten Fakten Ihres bisherigen beruflichen Werdegangs.

Der individuelle Inhalt des Lebenslaufs

1. Ihre persönlichen Daten

Hier gehören Angaben zur eigenen Person hinein wie Name, Anschrift, Geburtsdatum- & -ort, Familienstand als auch Telefonnummer sowie E-Mail Adresse. Angeben können Sie ebenso Ihre Nationalität und/oder Konfession. Diese Angaben sind aber nicht verpflichtend.

2. Ihre angestrebte Position

Dieses Detail hat einen psychologischen Nutzen. Schreiben Sie die ausgeschriebene Position unter diesem Punkt und machen Sie somit deutlich, dass Sie genau diese Stelle wollen und keinen anderen, da er eben ideal auf Ihren Lebenslauf zugeschnitten ist.

3. Ihre beruflichen Erfahrungen

Hier werden die bisherigen beruflichen Erfahrungen aufgelistet. Der Arbeitgeber wird genannt und ebenso die jeweilige Position, die Sie dort ausgeübt haben. Darüber hinaus können Sie stichpunktartig aufzählen, welche Aufgabenfelder dazu gehörten. Machen Sie aber keinen Fließtext daraus. Zudem werden Sie im Anhang Ihrer Bewerbung ohnehin Arbeitszeugnisse mit anfügen.

4. Ihre Ausbildung & Schulbildung

Ihre berufliche Ausbildung, Ihr Studium, Ihr höchster Schulabschluss als auch Wehr- oder Ersatzdienst sollten unter diesem Punkt zusammen gefasst werden. Exzellente Abschlussnoten können für den perfekten Lebenslauf ebenfalls genannt werden.

5. Ihre Praktika

Wer noch gar keine beruflichen Erfahrungen sammeln konnte, hat zumindest in der Schule oder während der Ausbildung oder Studiums ein Praktikum erfüllt. Dieses sollte hier genannt werden, denn zwar können Berufseinsteiger noch nicht Berufserfahrung punkten, aber immerhin durch ein Praktikum zeigen, dass sie bereits in Berufsfelder hineinschnuppern konnten. Aber auch wenn Sie berufliche Erfahrung vorweisen können, sollten Sie Praktika in Ihrem Lebenslauf erwähnen, gerade dann, wenn es zur ausgeschrieben Position passt.

6. Ihre besonderen Kenntnisse & Zertifikate

Wer besondere berufliche Fertigkeiten bzw. Kenntnisse hat, der sollte diese ebenfalls aufschlüsseln, natürlich wäre es von Vorteil, wenn diese Fähigkeiten mit einem entsprechenden Zertifikat belegt werden könnte. Achten Sie jedoch darauf nur passende Qualifikationen zu nennen, die für die ausgeschriebene Stelle von Bedeutung sind.

7. Ihre Sprachfähigkeiten

Da viele Firmen international tätig sind, gehört es heutzutage dazu neben der Muttersprache noch eine Zweit- oder Drittsprache (oder noch mehr) zu beherrschen. Listen Sie daher Ihre eigenen Sprachkenntnisse auf. Im Idealfall mit Zertifikat oder TOEFL-Test. Ebenfalls punkten können Sie mit einer Sprachreise.

8. Ihre Hobbys

Die eigenen Freizeitaktivitäten haben in der Regel wenig mit den beruflichen Qualifikationen zu tun. Doch immer mehr Personaler legen wert darauf den Kandidaten von einer anderen Seite kennen zu lernen. Interessante Hobbys können einen sogar von anderen Mitbewerbern abheben.

Schauen Sie sich die jeweilige Stellenangebot genau an und passen Sie Ihren perfekten Lebenslauf inhaltlich entsprechend an. Denn mit jeder Position, auf die Sie sich bewerben, sollte sich Ihr CV anpassen. Schneiden Sie Ihren Lebenslauf unbedingt immer direkt auf die jeweilige Position zu.

Antworten auf 9 Fragen rund um den Lebenslauf

1. Wie sollte ich die Lücken im Lebenslauf handhaben?

Lücken sind heutzutage völlig normal. Dennoch neigen Personaler dazu, jemanden als „Problemfall“ abzustempeln, wenn mehrere Lücken im Lebenslauf auftauchen. Die Bewerbung des Kandidaten wird meistens direkt aussortiert.

Ein guter Trick ist es bereits am Anfang des Lebenslaufes ein kurzes tabellarisches Profil mit den wichtigsten Punkten der schulischen und beruflichen Laufbahn einzufügen. Somit werden Ihre persönlichen Qualifikationen nochmals hervorgehoben. Das Kurzprofil kann von den Lücken im Lebenslauf ablenken.

Unter keinen Umständen sollten Sie lügen, wenn es um Ihre Lücken im Lebenslauf geht. Mogeleien kommen irgendwie immer ans Tageslicht. Versuchen Sie lieber, die Lücken positiver zu beschreiben.

Beispiele für Positive Beschreibungen:

  • Schreiben Sie nicht „arbeitslos“, sondern eher „Berufsorientierung“, „Berufsorientierungsphase“ oder „Phase der Berufsorientierung“.
  • Bei längerer Arbeitslosigkeit können Sie erwähnen, dass Sie diese Zeit beispielsweise für Weiterbildungen genutzt haben
  • Wenn Sie aufgrund dessen, dass Ihre Eltern krank wurden, den Familienbetrieb für einige Monate geleitet haben, kann dies für den Personaler durchaus eine sehr interessante Lücke im Lebenslauf darstellen, schließlich erfordert es Eigeninitiative, Organisationsgeschick und vieles mehr; solche Lücken können Sie gerne in Ihren Lebenslauf schreiben
  • Egal, ob längere Auslandsaufenthalte, Elternzeit, Pflege der Angehörigen, all dies bringt Lebenserfahrung mit sich und wird heutzutage immer mehr als Pluspunkt wahrgenommen.
  • Ebenso kann die Formulierung „Zeit der Neuorientierung“ sinnvoll sein, schließlich wissen wir nicht immer, wo uns unsere nächsten Schritte hinführen werden
2. Mein Lebenslauf ist zu lang. Was kann ich tun?

Ein Lebenslauf sollte nicht länger als maximal zwei A4 Seiten sein. Anstatt aber die Schriftart zu minimieren oder den Zeilenabstand zu verringern, sollten Sie eher schauen, welche Weiterbildungsmaßnahmen oder Praktika unerheblich für die Firma sind, bei der Sie sich bewerben. Für den Personaler ist vor allem von Bedeutung, was zur jeweiligen Stellenausschreibung passt.

3. Wie detailliert muss ich meinen Familienstand beschreiben?

Sie sind nicht verpflichtet irgendwelche Angaben darüber zu machen, ob Sie verheiratet sind oder Kinder haben. Denken Sie aber, dass es Ihre Chancen auf den Job erhöht, weil Sie ebenfalls am Wochenende und nachts arbeiten können, dann können Sie beispielsweise die Angabe „ledig“ erwähnen. Ansonsten sind die Angaben über den Familienstand altmodisch geworden.

4. Gehören Soft Skills in den Lebenslauf?

In bestimmten Situationen kann die Erwähnung der Soft Skills förderlich sein. Wenn Ihnen beispielsweise eine Qualifikation fehlt, diese aber anhand eines passenden Soft Skills ausgleichbar erscheint. Zum Beispiel bewerben Sie sich als Projektleiter: Sie haben beruflich zwar noch nie ein Team geführt, aber da Sie in Ihrem Sportverein den Vorsitz haben kennen Sie sich mit einigem aus, was einen guten Projektleiter ebenfalls ausmacht. Führungskompetenz, Organisationstalent, termingerecht arbeiten und mit Budgetplanung umgehen können, all diese Dinge bringen Sie durch Ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Sportvereinsvorsitzender mit.

5. Wie wichtig sind Hobbys?

Im Grunde reicht es, wenn Sie drei bis maximal fünf Angaben zu Ihren persönlichen Interessen machen. Personalchefs können anhand der angegebenen Hobbys Rückschlüsse auf den jeweiligen Bewerber ziehen. Wer beispielsweise Extremsport angibt, der könnte dazu neigen, auch im Berufsleben eher das Risiko zu suchen. Hingegen gilt jemand, der einen Mannschaftssport betreibt, direkt als teamfähig. Die eigenen Interessen sind eben durchaus von Bedeutung für Personaler. Diese dürfen nie unterschätzt werden.

6. Ich war nur sehr kurz bei einer Firma. Wie handhabe ich das im Lebenslauf?

Wenn das Unternehmen in dem Sie gearbeitet haben, aufgrund von Umstrukturierungen oder gar Insolvenz Ihr Arbeitsverhältnis aufgelöst hat, dann können Sie dies ebenfalls erwähnen. Ebenso können Sie schreiben, dass Sie eben nur für ein oder zwei Projekte angestellt waren und mit Abschluss der Projekte, endete Ihr Arbeitsverhältnis. Sind es eher persönliche Gründe, weswegen Sie Ihren Job verloren haben, dann bezeichnen Sie dies eben als „Neuorientierung“.

7. Wann muss ein Lebenslauf in Englisch geschrieben sein?

Natürlich immer dann, wenn es in der Stellenausschreibung ausdrücklich verlangt wird oder aber die Stellenausschreibung ist selbst in Englisch verfasst, dann sollte auch der geforderte Lebenslauf und ebenso das Anschreiben ebenfalls in Englisch geschrieben werden. Ein guter Hinweis kann die Unternehmenssprache der Firma sein. Gehen Sie auf die Webseite der Firma und forschen Sie nach. Notfalls können Sie bei dem Unternehmen anrufen und nachfragen.

8. Was mache ich, wenn ich keinen roten Faden im Lebenslauf habe?

Wer häufig die Branchen wechselt, der hat in Augen eines Personalers eine schlechte Berufs- und Lebensplanung vollzogen. Die Geradlinigkeit im Lebenslauf ist immer noch ein wichtiges Indiz dafür, wie konsequent der Bewerber an seinem Leben feilt. Trotzdem sollten Sie versuchen den bisherigen beruflichen Werdegang so positiv wie möglich dar zustellen. Vielleicht haben Ihnen die verschiedenen Branchenwechsel ebenso viele Erfahrungen gebracht, die Sie nun für den neuen Arbeitgeber nutzen können.

Stehen Sie noch am Anfang Ihrer beruflichen Laufbahn, dann sollten Sie es in Zukunft vermeiden, in verschiedenen Branchen zu arbeiten. Versuchen Sie sich an einer Linie zu orientieren.

9. Muss ich meinen Lebenslauf unterschreiben?

Es ist nicht verpflichtend, aber Sie können Ihren Lebenslauf mit Ort und Datum unterschreiben. Vor allem dann, wenn es für die Bewerbung nicht erforderlich ist, dass Sie ein Anschreiben, auf dem immer unterschrieben werden muss, mitschicken. Bei einer Online-Bewerbung dürfen Sie die Unterschrift einscannen und entsprechend einfügen.

 

Wir hoffen mit unseren Tipps & Tricks gelingt in Ihnen in Zukunft der perfekte Lebenslauf.
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